Wikis
Geschrieben von Harald Lapp in Allgemeines um 21:40
Ich finde Wikis ja äußerst nützlich. Für mich in erster Linie als Notizblock-Ersatz zum gemeinsamen Erfassen von Ideen. Es gibt sie wie Sand am Meer. Doch welches ist das richtige?
Ich habe mir am Wochenende ein paar angesehen. Natürlich möchte ich auch hier nicht "irgendwas". DAS Wiki gibt es wohl nicht - oder ich habe es noch nicht gefunden. Am besten wäre eines mit den Features folgender Wikis vereint:
- twiki ist wohl eines der umfangreichsten Wikis überhaupt. Neben all den Features, die ein normales Wiki so mit sich bringt, bietet twiki die für mich äußerst wichtige Möglichkeit der Zugangskontrolle über Benutzer und Gruppen. Das Besondere an twiki ist die Umfangreiche Plugin-Sammlung, die wahrscheinlich kaum Wünsche offen läßt. Direkte Datenbankabfragen, Zeichnen von Graphen und Charts, das komfortable Erstellen und Editieren von Tabellen - diese drei Beispiele zeigen wohl, wie umfangreich das System ist und wie gut man es erweitern kann.
Leider ist die Installation alles andere als trivial. Bei twiki handelt es sich um ein Perl basiertes Paket, daß als CGI installiert werden muß. Leider hat das bei mir nicht auf Anhieb funktioniert - für diesen Fall kann man nur hoffen, daß man in den Support Foren oder andernorts im Internet Problemlösungen findet, da die Installationsanleitung äußerst knapp gehalten ist. - dokuwiki hat sich spezialisiert auf das Schreiben von Dokumentationen. Äußerst nett finde ich, daß dokuwiki automatisch ein Inhaltsverzeichnis von den Überschriften einer Seite generieren kann und dieses in einem Layer auf der Seite ein- und ausgeblendet werden kann. Der Bereich unterhalb einer Überschrift gilt als Teilbereich der Seite und kann so direkt editiert werden, ohne daß das gesamte Dokument zum Editieren geöffnet werden muß. Hierfür findet sich bei jedem Teilbereich ein eigener 'Edit' Knopf. Während des Bearbeitens eines Dokuments kann dieses gesperrt werden, um Konflikte zu verhindern, wenn mehrere Personen mit dem Wiki arbeiten. Seiten können als 'read-only' definiert werden, um ein Editieren zu verhindern. Es gibt jedoch keine echte Zugangskontrolle. dokuwiki legt Dokumente als Textdateien auf dem Server ab und benötigt deshalb keine SQL Datenbank. Es ist PHP basiert und lässt sich recht einfach installieren.
- Die Web-Seite von WackoWiki begrüßt seine Besucher mit kyrillischen Zeichen auf russisch. Hier zeigt sich also gleich schon die Fähigkeit des Wikis zur Unterstützung von mehreren Sprachen und zum Glück ist der Link zur englischen Seite schnell gefunden. WackoWiki kommt mit einem WYSIWYG Editor für Wiki-Markup daher. D.h. ein fetter Text wird beim Formatieren eben nicht fett dargestellt, sondern bekommt die Wiki-typischen Formatierungszeichen (fett = **) verpasst. Das ist sehr sinnvoll, denn so kann man wahlweise Wiki-Markup schreiben oder die Formatierung über den Editor vornehmen lassen. Nützlich ist dies vor Allem beim Anlegen von Listen, bei denen der Editor automatisch einrückt und auch die Nummerierung von Listenpunkten ggf. automatisch generiert wird.
Das Wiki verfügt über eine Zugangskontrolle, sodaß Seiten zum Schreiben aber auch Lesen gesperrt werden können bzw. nur für bestimmte Nutzer zugänglich gemacht werden können. Ärgerlich finde ich, daß bei der Benutzerregistrierung WikiNamen als Benutzernamen verwendet werden müssen. Ein 'harald' akzeptiert das Wiki nicht, es muß schon ein 'HaraldLapp' sein (Schreibweise). Es steht aber jedem frei den Namen nachträglich von Hand in der Datenbank zu ändern.WackoWiki erkennt Konflikte wenn zwei Benutzer die gleiche Seite editieren, bietet jedoch keinen Mechanismus wie dokuwiki, der die Seite beim Editieren für einen anderen Benutzer zum Schreiben sperrt. Nützlich finde ich auch die Möglichkeit Dateien an eine Seite zu hängen und Kommentare für eine Seite zu erfassen.
Seit der am Wochenende erschienenen Version R4.2 ist das Wiki PHP5 kompatibel. Es bietet eine webbasierte Installation und läßt sich so äußerst einfach installieren.
Ich habe mich nach dem Test für das WackoWiki entschieden. Es ist klein und schnell, verfügt über nicht zu viele Features und bringt diesen praktischen Editor mit.
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