twin - textmode window manager
Geschrieben von Harald Lapp in Open Source Tools um 23:57
Ich glaube ich habe an anderer Stelle schon erwähnt, dass ich sehr gerne die Konsole zum Arbeiten verwende und oftmals viele Konsolen zugleich geöffnet habe. Zum besseren Organisieren der geöffneten Konsolen habe ich bisher Tabs verwendet bzw. seit einiger Zeit auch die QuadKonsole. Es gibt aber noch eine weitere Möglichkeit.
twin ist ein textbasierter Window Manager für Linux und kann in einer Konsole dargestellt werden oder alternativ als X11 Fenster oder in sich selbst, als twin Fenster. Twin kann ähnlich wie X11 basierte Window Manager viele verschiedene Fenster in einem Screen verwalten. Die Fenster können wie man es von einer grafischen Benutzeroberfläche gewohnt ist Verschoben, in der Grösse geändert und wahlweise einen Fokus zum Arbeite erhalten bzw. in den Vorder und Hintergrund geschoben werden. Über die mitgelieferte Terminal Applikation lassen sich so nahezu beliebige textbasierte Anwendungen starten in eigenen Fenstern auf dem twin Desktop starten. Über eine mitgelieferte Bibliothek können auch spezielle twin-Anwendungen geschrieben werden. Als Beispiel gibt es eine twin-Oberfläche für den freien MP3 Player XMMS sowie einen Taschenrechner.Ich bin mir (noch) nicht sicher, wie sinnvoll der Einsatz von twin unter eine grafischen Oberfläche ist. Wenn man aber rein im textmodus arbeiten möchte, ist twin wirklich brauchbar, aber auch unter einer grafischen Oberfläche hat twin seinen Reiz und es macht wirklich spass damit zu arbeiten.
Der Screenshot zeigt eine typische twin session. In der Aktuell verfügbaren Version 0.5.1 ist es möglich Themes zu Verwenden, sodass die Fensterrahmen und Icons von twin grafisch dargestellt werden. Den Screenshot habe ich übrigens zwar unter Mac OS X - passend zum Mac OS 9 Theme von twin - erstellt, twin selbst läuft aber auf einem Linux Rechner mit einer X11 Weiterleitung auf den Mac. Leider habe ich es bisher noch nicht geschaft twin direkt unter Mac OS X zu kompilieren.
PixelQuelle Web Server / lighttpd
Geschrieben von Harald Lapp in Open Source Tools, pixelio.de um 13:54
In den letzten Tagen gab es für uns noch einiges zu tun. Mit dem Umzug auf den neuen Server hatten wir uns dafür entschieden zum Performance Tuning zwei Web Server auf unserer Maschine laufen zu lassen. Ein Apache mit PHP5 Unterstützung zum Ausliefern der dynamischen Seiten und einen eigenen Web Server, der alle Bilder (Thumbnails, Previews, Icons etc.) ausliefert, sodaß der Apache sich rein um die php-generierten Seiten kümmern kann. Bei dem zweiten Web Server habe ich mich für lighttpd entschieden.
Unser erstes Konzept sah vor, daß der Apache auf dem Standard Port 80 laufen sollte und der 2. Web Server auf Port 8080. Leider ist es so, daß Port 8080 oft Firewall bedingt nicht zur Verfügung steht und deshalb ein paar unserer Benutzer keine Bilder mehr sehen konnten.
In so einem Fall macht es sich dann wirklich bezahlt, welchen Server Provider man wählt: Wir konnten über unseren neuen Provider problemlos weitere IP Adressen bestellen und sind nun in der Lage unsere beiden Web Server mit unterschiedlichen IP Adressen über den Standard Port 80 zu betreiben.
Vor dem Umzug der PixelQuelle habe ich mir einige performance optimierte Web Server angesehen und bin dabei auf lighttpd von Jan Kneschke gestossen. lighttpd ist klein, schnell, flexibel und äußerst leicht zum Installieren. Die Projektseite bietet u.a. eine übersichtliche Dokumentation, wer weitere Informationen benötigt oder Fragen hat, dem sei die Mailingliste und das Archiv empfohlen.
Ich mag lighttpd, weil er äußerst zuverlässig ist, sich leicht konfigurieren läßt und man schnell und unkompliziert mehrere Web Server mit unterschiedlichsten Konfigurationen starten kann. Es juckt mich direkt in den Fingern einmal den Apache, der ja im moment noch für die dynamischen Web Seiten zuständig ist, ebenfalls durch lighttpd zu ersetzen.





