cookie based redirect mit nginx
Geschrieben von Harald Lapp in LightTPD, nginx um 15:46
Vor einiger Zeit habe ich einen Tip beschrieben, wie man einen cookie-based redirect mit dem LightTPD konfigurieren kann. Das Problem an der Sache ist für mich, dass das für diesen Zweck verwendete Modul mod_proxy von LightTPD in dem von mir eingesetzen Entwicklungszweig (1.4.x) nicht SSL kompatibel ist und dementsprechend HTTPS Verbindungen fehlschlagen.
Seit einiger Zeit schon habe ich den Web- und (Reverse-) Proxy-Server nginx im Auge. Auch mit diesem Server ist es möglich einen Redirect einzurichten, so wie ich ihn brauche. Und: nginx unterstützt an dieser Stelle SSL!
server {
listen 80;
server_name *.devcenter.int;
proxy_redirect off;
proxy_set_header Host $host;
proxy_set_header X-Real-IP $remote_addr;
proxy_set_header X-Forwarded-For $proxy_add_x_forwarded_for;
location / {
if ($http_cookie ~ "(; )?devredirect=harald") {
proxy_pass http://10.0.0.20;
break;
}
if ($http_cookie ~ "(; )?devredirect=markus") {
proxy_pass http://10.0.0.22;
break;
}
...
}
}
server {
listen 443;
server_name ....devcenter.int;
ssl on;
ssl_certificate /etc/nginx/....crt;
ssl_certificate_key /etc/nginx/....key;
proxy_redirect off;
proxy_set_header Host $host;
proxy_set_header X-Real-IP $remote_addr;
proxy_set_header X-Forwarded-For $proxy_add_x_forwarded_for;
location / {
if ($http_cookie ~ "(; )?devredirect=harald") {
proxy_pass https://10.0.0.20;
break;
}
if ($http_cookie ~ "(; )?devredirect=markus") {
proxy_pass https://10.0.0.22;
break;
}
...
}
}
Hitzeprobleme beim iMac
Geschrieben von Harald Lapp in Mac OS X um 01:33
Die iMacs leiden offenbar unter Hitzeproblemen. Bei mir machte sich das seit ein paar Wochen bemerkbar, als mein weisser 24" iMac (von 2006) anfing nach längerem Arbeiten Grafikfehler zu produzieren. Angefangen hat es mit horizontalen Linien über den Bildschirm, zum schluss waren es Verzerrungen, merkwürdige Ränder an den Programmfenstern, verschwundene Dock-Icons und Pixel-Müll auf dem Bildschirm. Im Apfeltalk Forum gab man mir den Rat den Apple Hardware Test, der sich auf der ersten Installations DVD des iMacs befindet, zu benutzen, um Hardwarefehler auszuschliessen, da ähnliche Symptome offenbar auch bei Leuten auftraten, deren iMac-Grafikkarten defekte VRams aufwiesen.
Der Apple Hardware Test verlief glücklicherweise fehlerfrei. Ich hatte auch schon eine Vermutung, dass es möglicherweise ein Hitzeproblem sein könnte: der iMac ist superleise, einen Lüfter hört man praktisch nicht, da die Drehzahl von Haus aus sehr gering eingestellt ist. Ich habe mir also das Programm Temperaturmonitor besorgt und sah hier meinen Verdacht als durchaus begründet, da der Netzteilsensor über 80° gemessen hat und die Grafikkartensensoren zwischen 50° und über 60° anzeigten.
Beim Googeln entdeckte ich einen Artikel in einem Blog, der meinen Verdacht dann bestätigte: die Temperaturen sind viel zu hoch. In diesem Artikel wird das Programm smcFanControl erwähnt, das ich mir sogleich installiert habe. Über diese Software lassen sich die Drehzahlen dreier Lüfter im iMac einstellen. Ich habe mir im smcFanControl nun ein Profil angelegt, mit dem ich die Lüfter auf maximale Drehzahl laufen lassen kann. Damit konnte ich die Temperaturen laut Sensoren um 20° bis 30° absenken und siehe da -- keine Grafikfehler mehr.
Ich bin erleichtert, dass es offenbar "nur" ein Hitzeproblem ist und kein Hardware-Defekt. Mit verschiedenen Profilen im smcFanControl kann man sich optimale Lüfterdrehzahlen zusammenstellen. Ich habe festgestellt, dass die Grafikfehler bei mir bei den Werten "Grafikprozessor Kühlblech 1 > 40° und Grafikprozessor Temperaturdiode > 55°" (etwa) auftauchten. Deshalb habe ich nun ein Profil, welches die Werte konstant darunter hält. Das funktioniert eigentlich ganz gut. Ich bin noch nicht sicher, ob das ein Dauerzustand sein kann -- die Lüfterdrehzahlen sind zwar immernoch so niedrig, dass die Geräuschentwicklung nicht wirklich störend ist, evtl. aber ist der iMac innen verstaubt und man müsste ihn mal zum Reinigen öffnen. Aber für den Moment bin ich zufrieden -- so wie es ist.
"Ports of Call" auf dem iPhone
Geschrieben von Harald Lapp in iPhone um 10:11
Wem der Spieleklassiker "Ports of Call" (POC) nichts sagt, ist entweder zu jung und / oder hat die Zeit der Homecomputer nicht erlebt, hatte keinen Amiga oder kannte niemanden der einen Amiga sein Eigen nannte. "Ports of Call" ist ein Handelsspiel, in dem es darum geht eine Reederei aufzubauen und Handel über Seewege zu treiben. Das Spiel war seiner Zeit aber irgendwie voraus, denn es war nicht nur ein Handelsspiel, sondern beinhaltete auch einen Simulator. So konnte man sein Geschick versuchen und die Hafen ein- und ausfahrten selbst steuern. Oder man fuhr eine Route mit Eisbergen und musste diese umschiffen.
Seit geraumer Zeit schon wird das Spiel weiterentwickelt. Inzwischen gibt es Portierungen für aktuelle Windows Versionen und sogar einen richtigen 3D Simulator.
Gestern erschien nun die iPhone / iPod Touch Portierung von POC und ich dürfte einer der ersten gewesen sein, die das Spiel im App Store erworben haben. Bei der Portierung handelt es sich um die alte Classic Version und mit entsprechendem Charme kommt sie auch daher. Bedienen lässt sich das Spiel natürlich über den Touch Screen. Der Bildschirm wird leider nicht voll ausgenutzt, da dort wo es nötig ist, zusätzlich Kontrollflächen eingeblendet werden. So wurden z.b. Schaltflächen zum Manövrieren des Schiffes an den Seitenrand gepackt. Aufgrund der Tatsache, dass die Kontrollflächen des Spiels ansonsten nicht angepasst wurden, sind diese gemessen an der Bildschirmauflösung teilweise recht klein. Deshalb weiss ich auch nicht ob es an meinen grossen Fingern liegt oder ob es tatsächlich so ist, dass die Schaltflächen nicht immer beim ersten "Klick" bzw. Anfassen reagieren.
Alles in allem macht es selbst nach 20 Jahren, die das Spiel inzwischen auf dem Markt ist, noch spass damit zu spielen. Auch auf dem iPhone macht es Spass ein Schiff aus dem Hafen zu navigieren oder den Riffen in schwierigem Gewässer auszuweichen. Das Spiel ist mit seinen 3,99 € sicher nicht eines der günstigen im App-Store, dafür bekommt man aber einen echten Klassiker, der nichts von seinem Charme verloren hat und der für viele Stunden Spielspass sorgen kann.








